Dörfer und Schlösser in Piemont und Ligurien Auf Entdeckungsreise mit dem Motorrad Italiano
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Routen 4Von Cisano sul Neva nach Garessio

das Panorama

Auf den Spuren alter Markgrafen hinauf ins Val Neva und Alta Valle Tanaro

Cisano sul Neva ist eine der Festungen des Stadtstaats Albenga aus dem 13. Jahrhundert, die zum Schutz der üppigen landwirtschaftlichen Anbauflächen errichtet wurde. Heute sind noch ein Teil der Mauer und ein Turm erhalten, der in den Kirchturm der Santa Maria Maddalena umfunktioniert wurde. Charakteristisch ist der Ortsteil Conscente, dessen Name aus dem Lateinischen ad confluentem aufgrund seiner Position zwischen den Flüssen Neva und Pennavaire kommt. Das Dorf wird von der Burg Castello dei Costa di Albenga dominiert, (16. Jahrhundert). Weiter entlang des Nevas flußaufwärts auf der Via del Sale (Salzweg) erreicht man Zuccarello, das 1248 von den Marchesi von Clavesana gegründet und dann weiter an die Del Carretto gegeben wurde.

Das mittelalterliche Dorf hat sich über die Zeit so intakt gehalten, dass es zur Gruppe der “Schönsten Dörfer Italiens” (Borghi più Belli d’Italia) zählt. Sehenswert sind die beiden Stadttore, die Via Porticata im piemontesischen Stil, die gewölbte Brücke und die Kapelle Sant’Antonio mit ihren Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Die Burg auf dem Hügel wurde mehrmals restauriert und war bis zum 15. Jahrhundert häusliches Domizil. Da die Burgen Conscente und Castelvecchio und das Dorf Vecersio in Blickweite sind, bildete die Festung in Zuccarello mit dem daruntergelegenen Ort einen Festungskomplex zur Absicherung des Tals. In diesem Gebäude wurde Ilaria del Carretto geboren, 1403 Braut des Herzogs von Lucca Paolo Guinigi, an die mit einem von Jacopo della Quercia geschaffenen Grabdenkmal im Dom von Lucca erinnert wird. Hier in Zuccarello wird das Gedenken an sie mit dem Sentiero di Ilaria aufrechterhalten, ein Wanderweg für jung und alt, der von Zuccarello durch einen Kastanienwald Richtung Castelvecchio führt.

Ein kurzer Abstecher nach Castelvecchio di Rocca Barbena lohnt sich. Das Dorf wurde von den Marchesi von Clavesana im 12. Jahrhundert gegründet und hatte eine bedeutsame Stellung bis es vom Nachbarlehen Zuccarello einverleibt wurde. Es ist vergnüglich, heute durch die engen Gassen zu spazieren und die Dächer, die alten Waschplätze, die Öfen und die Brunnen zu bewundern. Das Dorf ist Träger der „Orangenen Fahne“ (Bandiera arancione) vom Touring Club Italiano und es zählt zu den „Schönsten Dörfer Italiens“. Weiter in einem Nebental auf der Straße Richtung Balestrino erreichen wir den Ortsteil Vecersio. Aus dem Tal aufsteigend treffen wir auf die kleinen Ortsteile von Erli. Die Gemeinde liegt im Alta Val Neva, an der Grenze zur Provinz Cuneo, entlang dem ehemaligen Salzweg. Die ersten bekannten Siedlungsformen stammen aus der Römerzeit, als sich hier ein Wechselpunkt für Pferde hier befand. Wir fahren weiter nach Garessio mit seinen alten Kirchen und mittelalterlichen Gebäuden. Von hier aus geht es auf die Wanderwege und im Winter begrüßen die Skipisten Anhänger des Wintersports.