Dörfer und Schlösser in Piemont und Ligurien Auf Entdeckungsreise mit dem Motorrad Italiano
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Routen 7Von Fado nach Rossiglione

das Panorama

Vom Faiallo Pass zu den Stura und Orba Tälern – eine Fahrt zwischen Meer und Wald

Vom Faiallo Pass mit seinen herrlichen Ausblicken in eine sonnenbestrahlte Landschaft zu den ruhigen, vom Laub der Wälder in den Stura und Orba Tälern geschützten Straßen verläuft diese Route zwischen den Provinzen Genua und Savona durch antike Orte und eine wilde Landschaft. Ein großer Teil der Strecke führt durch den Naturpark Parco del Beigua. Es händelt sich um den größten Naturpark in Ligurien, bekannt wegen der Biodiversität, der reichen und sehr unterschiedlichen Flora und seiner geologischen Besonderheiten, was ihm im globalen Netz der Unesco den Titel eines Geoparks einbrachte. Zu Beginn der Route geht es die Straße des Faiallo (Strada del Faiallo) entlang, die wie ein malerischer Balkon einen Teil des Ligurischen Apennins durchquert und atemberaubende Ausblicke auf Stadt und Küste ermöglicht. Wir fahren durch die Orte Vara Superiore und Vara Inferiore und erreichen San Pietro d’Olba, den Hauptort der Gemeinde Urbe, wo wir die Anlage einer Eisenhütte aus dem 16. Jahrhundert besichtigen können. Weiter geht es auf der Provinzstraße 49 nach Palo, einem Ortsteil in der Gemeinde Sassello, Ursprungsort der typischen handwerklich hergestellten Gebäck-Spezialität, die Amaretti. Längs der Strecke stoßen wir immer wieder inmitten von Feldern auf die hier typischen Bauernhäuser mit ihren Trockenhäuschen, Zeugen der jahrhundertealten bäuerlichen Traditionen. Die Fahrt geht jetzt im Rücken der Provinzstraße 49 und auf der Provinzstraße 54 nach Martina d’Olba und Tiglieto, einem hübschen Ort mit Zeugnissen von Ansiedlungen des römischen Zeitalters. Hier entstand auch das erste Zisterzienser Kloster in Italien – das erste Kloster, das überhaupt außerhalb von Frankreich gebaut wurde. Es ist die Santa Maria della Croce Abtei, besser bekannt als Badia di Tiglieto, die 1120 erbaut wurde und die heute noch von Mönchen bewohnt wird. Kürzlich wurde sie sorgfältig renoviert. Zur Anlage, die auf einer Anhöhe umgeben von einem großen Park mit jahrhundertealten Bäumen liegt, gehören eine mächtige Kirche mit romanischen und gotischen Merkmalen, Konvent, Kreuzgang und Kapitularsaal. Sehenswert ist auch eine antike römische Natursteinbrücke ganz in der Nähe des Komplexes über den Fluß Orba, dessen Ufer zum Bade einladen. Zurück auf der Provinzstraße geht es weiter nach Rossiglione, dem Ziel unserer Fahrt. Nur wenige Kilometer weiter liegt Campo Ligure, ein der schönsten Dörfer in Italien (es zählt zur Liste Borghi più Belli d’Italia) und Exzellenzzentrum für Filigranarbeiten. Einen Besuch wert ist auch die 1309 von den Spinola erbaute malerische Burg, die auf einer Anhöhe über dem historischen Stadtzentrum liegt. Bei unserer Fahrt durch das Tal haben wir immer wieder die Möglichkeit, die heimischen Produkte zu kosten, Produkte einer Region, die teilweise alpine Züge trägt: Milch und Käse, naturreines Fleisch, Waldbeeren, Marmelade und Sirupe.