Dörfer und Schlösser in Piemont und Ligurien Auf Entdeckungsreise mit dem Motorrad Italiano
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Routen 10Von Borzonasca nach Cabanne

das Panorama

Eine Route im Grünen zwischen Kunst, Geschichte und herrlichen Landschaften

Wenige Kilometer vom Golf von Tigullien entfernt ist unser Ausgangspunkt Borzonasca, das zum großen Teil im Valle Sturla liegt und die Spure einer antiken Vergangenheit noch heute sichtlich trägt. Entlang der Straßen im Zentrum können die prächtigen Steinbögen und -portale der Läden und Geschäfte bewundert werden. Nach dem Besuch von Borzonasca empfehlen wir vor der Weiterfahrt nach Cabanne eine Pause in Borzone einzulegen.

Die alte Abtei Sant’Andrea liegt einsam und stimmungsvoll neben einer herrlichen jahrhundertalten Zypresse. Den Schildern nach Borzone folgend erreichen wir die Kirche über ein Gelände mit Terrassierungen und Kastanienwäldern. Die 1184 gegründete Abtei ist seit 1910 ein nationales Denkmal und eine der ältesten Benediktinerabteien Italiens.

Nicht weit von hier steht die größte altsteinzeitliche Felsenskulptur Europas, die vielleicht auch die größte der Welt ist. Diese stattliche Skulptur trägt den Namen Volto Megalitico von Borzone und stellt ein menschliches Gesicht von ca. 7x4 m dar. Die Wissenschaftler konnten sie bislang weder präzise zeitlich definieren noch einem Künstler zuordnen. Der Reiz dieses Antlitzes, das dieses Tal dominiert, zieht seit jeher zahlreiche Besucher an.

Weiter auf dem Weg durch das grüne Tal schlagen wir einen kleinen Umweg zum Lago di Giacopiane ein. Der See (1020 m ü.d.M.) ist von einer bezaubernden Landschaft umrahmt und liegt auf einer weiten Hochebene inmitten von Buchenwäldern und geologisch interessanten Felsen. Die Straße steuert auf kleine Dörfer zu, die noch die Spure der alten lokalen bäuerlichen Kultur zeigen. Der Ausblick ist wunderbar und an klaren Tagen kann man gar Korsika sichten.

Cabanne: ein Dorf mit antiken Wurzeln dessen wichtigste Kunstwerk die Kirche San Bernardo ist. Wiedererbaut 1600 auf den Grundmauern einer Vorgängerin des 14. Jahrhunderts, besitzt die Kirche eine schöne Steinglocke und ist im Innenraum reich mit Marmor ausgestattet.

Nach Cabanne machen wir einen kurzen Abstecher in die ländliche Ortschaft Villacella, dessen Name sich von der Cella San Michaelis ableitet, einer religiösen Siedlung deren Spuren sich bis ins Jahr 1103 zurückverfolgen lassen. Hier treffen wir auf die Überreste eines Benediktinerklosters aus dem 12. Jahrhundert und eine nicht mehr funktionstüchtige, aber gut erhaltene Wassermühle.

Einmal in Cabanne, kann man in kurzer Zeit Santo Stefano D’Aveto und sein berühmtes Schloss erreichen, das von den Malaspina erbaut wurde, und an die Fieschi und später die Doria weitergegeben wurde. In der Pfarrkirche kann man das Gemälde der Madonna di Guadalupe bewundern, das im Hauptaltar verwahrt wird. Schließlich sind noch die kleinen Santo Stefanos Ortsteile (Amborzasco, Alpicella, Allegrezze usw.)

sehenswert mit ihren historischen Portalen, alten Saumpfaden und Windmühlen.