Dörfer und Schlösser in Piemont und Ligurien Auf Entdeckungsreise mit dem Motorrad Italiano
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Routen 19Durch das Roero

das Panorama

Ausgangspunkt ist Bra, Hauptstadt des piemontesischen Barocks und Heimat des gleichnamigen Käses. Von Bra aus folgt man den Hinweisschildern nach Cherasco. Sie wurde 1243 auf den Resten einer wahrscheinlich ligurischen Siedlung erbaut, gehörte zum römischen Reich und hat heute ein historisches Stadtzentrum, das einen Besuch wert ist. Zu besichtigen gilt es den herrlichen Stadtturm, den Bogen aus der Zeit Napoleons, die Gedenkstätte an die Pest, die für die Stadt glimpflich verlaufen war, das Schloss, die Santa Maria del Popolo Kirche, eine selten schöne Allee, deren prächtige Bürgerhäuser und Paläste perfekt renoviert erhalten sind. Ein Spaziergang längs der Stadtmauer gibt den Blick frei auf die nach einem militärischen Gepräge gebaute Stadt und nach Norden auf das nahe Tal mit dem Naturschauspiel, den die beiden Flüsse Tanaro und Stura di Demonte abgeben, die hier zusammenfließen. Die Stadt liegt an der Grenze zwischen Langa und Roero und gehört noch zu einer der elf Gemeinden, in denen der Barolo Wein produziert wird. Wieder im Sattel geht es die enge, gewundene Provinzstraße 58 entlang nach La Morra, wo eine kurze Pause auf dem Belvedere Platz mit der Orientierungstafel einen Überblick in östliche und südliche Richtung ermöglicht. Nach hier schlagen wir die folgende Route vor: zunächst die 7, dann die 153 und schließlich eine Gemeindestraße, die in die Nähe von Santa Vittoria führt, um dann nach Piobesi d’Alba und schließlich Guarene zu gelangen, wo das prächtige Schloss mit seinem eindrucksvollen Panorama zu einer weiteren Pause einlädt. In der Nähe von Castagnito stößt man auf die 176, über die es rasch nach Castellinaldo geht. Von hier aus folgt man der 177 nach Magliano Alfieri. Über verschiedene Straßen führt der Weg nach Canove, wobei das letzte Stück über die verkehrsreiche, schnurgerade, und deswegen nicht besonders aufregende Staatsstraße 231 führt. Ab Canove geht es auf der 2 bis zur Kreuzung mit der 58 weiter, über die wir in westliche Richtung Canale erreichen. Von hier aus folgen wir den Hinweisen nach Monteu Roero, Montaldo Roero und schließlich nach Baldissero d’Alba und Sommariva Perno, die auf den Informationsschildern für Touristen als das Tor zum Roero beschrieben werden. Die kurze Tour endet in der Nähe von Pocapaglia, bekannt wegen der typischen Rocche, ein tiefer Graber der 12 km lang zwischen Bra und Cisterna verläuft. Zurück in Bra lohnt sich ein Besuch dieses reichen Städtchens. Auf dem Hügel über der Stadt steht die Zizzola, ein einzigartiges achteckiges Gebäude, das heute das Wahrzeichen der Stadt ist. In Bra raten wir zu dem Besuch der Sant’Andrea geweihten Pfarrkirche, der Dei Battuti Bianchi Kirche, und der Santa Chiara Kirche, ein Meisterwerk des Barocks von Bernardo Vittone. Empfehlenswert ist auch ein Spaziergang durch die Gassen der Innenstadt mit ihren eleganten historischen Cafés und den zahlreichen abgeschiedenen und oft geheimnisvoll wirkenden Innenhöfen. Wenn man irgendwo einkehrt, soll man nicht vergessen nach der lokalen Wurstsorte zu fragen.