Dörfer und Schlösser in Piemont und Ligurien Auf Entdeckungsreise mit dem Motorrad Italiano
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Routen 13Von Varese nach Berceto durch drei Regionen

das Panorama

Varese Ligure gilt als einer der schönsten Dörfer in Italien (Borghi più Belli d’Italia) und bei einem Rundgang verstehen wir sofort warum. Perle des historischen Stadtkerns ist Borgorotondo, eine urbanistisch besondere Anordnung von Wohnhäusern, die auch als Festung dienen sollten. Die Anlage wurde auf Wunsch der Fieschi Familie im 13. Jahrhundert entworfen: auf einem ellipsenförmigen Grundriss entstanden Wohnhäuser aus ausschließlich Mauerwerk ohne Öffnungen zur Außenseite hin. Aber sehenswert ist auch die Burg der Fieschi, Zeuge der wichtigen Vergangenheit der Stadt und das nach den Heiligen Antonio und Rocco benannte Oratorium, eine Perle aus dem 17. Jahrhundert. Nach dem Besuch der Altstadt geht es weiter auf der Provinzstraße 523 in Richtung des Passes Passo di Cento Croci. Die Straße steigt in vielen Kurven steil an: in nur 18 km geht es von Varese in 353 m zum Pass in 1.055 m ü.d.M. Der Name des Passes geht auf eine legendäre Bande zurück, die den Gebirgskamm des Apennins unsicher machte und auf ihren wilden Streifzügen über hundert Wanderer getötet haben soll.

Die Region Ligurien liegt hinter uns und auf der Provinzstraße 523 geht es durch Emilia Romagna nach Borgo Val di Taro, einem Ortschaft in der Nähe des Flusses Taro. Borgo Val di Taro liegt in einem Gebiet, das schon vor dem römischen Zeitalter bewohnt war. Die Stadt bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die Burg und den mittelalterlichen Stadtteil.

Wir verlassen jetzt die Provinzstraße 523 und biegen rechts nach Pontremoli ab. Einige Kilometer lang gilt es, den Hinweisschildern zur Provinzstraße 20 zu folgen. In vielen Kurven steigt die Straße an und ohne es zu bemerken, haben wir die Toskana erreicht: der einzige Hinweis dafür ergibt sich aus der Nummerierung der Straße, die jetzt die Nr. 39 trägt.

Es geht jetzt wieder abwärts durch die Orte Bratto, Braia, Grondola und Traverde bis nach Pontremoli, das nördlichen Tor von Lunigiana. Der Ort ist uralt (einige Quellen geben an, dass es hier schon Tausend Jahre vor C. eine Siedlung gab) und spielte aufgrund seiner strategischen Lage für Handel, Politik und Kultur schon immer eine bedeutende Rolle. Einen Besuch wert ist der historische Stadtkern und die perfekt erhaltene Piagnaro Burg.

Um nach Berceto zu gelangen und damit wieder nach Emilia zurückzufahren, wählen wir die Staatsstraße 62 in nördliche Richtung, wo der Passübergang Passo della Cisa auf uns wartet: die Straße, die zu ihm hinaufführt, lässt das Herz eines jeden Motorradfahrers höher schlagen.