Dörfer und Schlösser in Piemont und Ligurien Auf Entdeckungsreise mit dem Motorrad Italiano
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Routen 15Der verschlungene Verlauf zum Bracco Pass

das Panorama

Ausgangspunkt ist das antike Dorf Brugnato, das auf einer der wenigen vom Fluß Vara geglätteten Schwemmflächen liegt. Aufgrund seiner Schönheit, aber auch der sorgfältig erhaltenen Häuser im historischen Zentrum wurde Brugnato in die Liste der schönsten Dörfer in Italien (Borghi più belli d’Italia) aufgenommen. Besonders sehenswert sind die auf dem Gebiet einer Nekropolis aus vorchristlichem Zeitalter erbaute Kathedrale der Heiligen Pietro, Lorenzo und Colombano, ein Kloster (Convento dei Padri Passionisti) und der Wallfahrtsort Santuario di Nostra Signora dell'Ulivo, der auf einer Anhöhe etwas außerhalb der Ortschaft liegt.

Wir verlassen Brugnato und wählen die Provinzstraße 566 durch das Val di Vara in Richtung Carrodano. Vorbei an Kastanienwälder erreichen wir den Ort Ca’ di Vara. Wir fahren bis zu einer Abzweigung, wo es rechts nach Sesta Godano und links nach Carrodano geht: wir wählen Carrodano. Die Gemeinde besteht aus zwei antiken Ortschaften: Carrodano Sottano und Carrodano Soprano, die in der Vergangenheit von der Diözese Brugnato bzw. der adeligen Familie Malaspina beherrscht wurden. Von Carrodano Sottano (dem unteren Ort), wo sich die hübsche Santa Felicita Kirche befindet, geht es den Hinweisschildern nach Mattarana folgend über die Staatstraße 1, die antike Via Aurelia. Wir erreichen Carrodano Superiore (den oberen Ort) mit den interessanten Resten vom San Nicolao Hospiz, und fahren nach Mattarana, einem kleiner Ort inmitten von Wäldern und Feldern. Etwas westlich von diesem Ort besteht die Möglichkeit zu einem Abstecher. Ziel ist ein 1960 zu landwirtschaftlichen Zwecken angelegter Stausee. Im Verlauf der Zeit ist er für die Anwohner zum „Mattarana See“ oder ganz einfach zum „See“ geworden. Von seinen mit Pinien eingerahmten Ufern hat man einen herrlichen Blick auf die Apuanischen Alpen.

Zurück auf der Hauptstraße geht es hoch zum Passo del Bracco. In ihrer ständigen Folge von Kurven, Biegungen und Serpentinen wird die Straße hinauf zum Bracco Pass immer noch steiler, und von Anfang an begreift man, warum sie bei den Motorradfans so beliebt ist, die hier zu Hause sind. Auf dem Pass, wo sich der kleine Ort Casa Marcone befindet, empfehlen wir eine kleine Pause, vielleicht auch zu einem Meinungsaustausch über die letzten Kilometer der Auffahrt mit den zahlreichen „Motorradfahrerkollegen“, und man wird merken, dass jeder da so seine eigene Meinung hat.

Zurück nach Sestri Levante geht es längs einer langen und eher sanften Abfahrt durch die Orte Moneglia und Riva Trigoso, zwei berühmte Badeorte an der ligurischen Küste. Um Sestri Levante zu erreichen, folgt man einfach den Hinweisschildern längs der Staatsstraße 1.