Dörfer und Schlösser in Piemont und Ligurien Auf Entdeckungsreise mit dem Motorrad Italiano
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Routen 1Die Täler Nervia und Argentina im Hinterland

das Panorama

Hinauf in das Val Nervia und herunter durch das Valle Argentina auf der Suche nach Naturschönheiten in einer noch unberührten Landschaft

Wir verlassen die Autobahn A10 über die Abfahrt nach Bordighera. Vor uns das blaue Mittelmeer, eingerahmt nach Westen von der geschwungenen Linie der Küste, die sich von Ventimiglia bis zur Côte d’Azur vor unseren Augen hinzieht. Nach der angenehmen Abfahrt nach Bordighera, ein gastfreundlicher Badeort, in dem sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts der europäische Adel ein Stell-dich-ein gab, geht es westlich weiter zur Ebene von Camporosso. Typisch sind die vielen Gewächshäuser der Blumenzüchter. Von hier geht es längs der verkehrsreichen Provinzstraße 64 hoch in das Val Nervia. Gleich nach Camporosso hat man von der Straße einen herrlichen Blick auf einen Gebirgsbach, im Hintergrund den Umriss des Schlosses in Dolceacqua. Wir überqueren die neue Brücke und fahren dann nach links, zum antiken Stadtteil Tera weiter, wo enge Gassen bis zum Schloss führen – das besichtigt werden kann - an kleineren Handwerksbetrieben und Weinkellern vorbei, in denen man die heimischen Produkte und den ausgezeichneten Rossese Doc Wein kosten kann.. Weiter geht es das Tal hinauf an Isolabona vorbei, in dessen kleinem Schloss zur Sommerzeit ein Festival der Harfenmusik stattfindet, bis man die noch völlig intakte mittelalterliche Ortschaft Pigna erreicht. Sehenswert ist das Museum für die lokale Geschichte und Kultur. In nördlicher Richtung erblicken wir das neue Thermalbad mit seinem imposanten Gebäude und seiner schwefelhaltigen Quelle. Darüber liegt das am Hang klebende Dorf Castelvittorio. Über Kurven und Serpentinen geht es jetzt ein längeres Stück weiter aufwärts nach Langan. Hier oben hat die Landschaft einen ausgesprochen alpinen Charakter und der Blick schweift über das gesamte Tal. Der Pass ist erreicht und es geht über die Provinzstraße 65 abwärts nach Molini di Triora im Valle Argentina, Land des Schiefers. Ein absolutes Muss ist es jetzt, über die Provinzstraße 52 nach Triora hinaufzufahren. Besonders sehenswert ist die schöne kleine Altstadt mit Stadtmauern, befestigten Häusern und einem Schloss, von dem jedoch nur noch ein Wehrturm erhalten ist. Typisch für das Argentina Tal ist die herzliche Gastfreundschaft und die zahlreichen Lokale: auf der Speisekarte Produkte aus dem Tal und Wild. Die Abfahrt zurück zur Küste erfolgt über die enge Provinzstraße 548, die durch eine wilde und raue Landschaft führt. Auf der Höhe von Badalucco und dem „Zwillingsort“ Montalto Ligure stoßen wir auf die ersten Olivenhaine und auf Terrassen angelegte Gemüsegärten. Erst in der Nähe der Küste öffnet sich das enge Tal zu einer von Hügeln eingerahmten Ebene: wir haben Taggia erreicht, ein uralter Ort mit Stadtmauern und Stadttoren aus dem 16. Jahrhundert, einer Klosteranlage, eleganten Adelsresidenzen, einer eindrucksvollen römischen Brücke und Resten eines Schlosses, das einmal die Stadt dominierte.